Was machen die Stuttgart-Dolmetscher in Zeiten von Corona? | Stuttgart Dolmetscher
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Was machen die Stuttgart-Dolmetscher in Zeiten von Corona?

Was machen die Stuttgart-Dolmetscher in Zeiten von Corona?

Um in Kontakt zu bleiben, treffen wir uns virtuell jede Woche über eine Videokonferenzplattform und tauschen uns aus. So bleiben wir auf dem Laufenden, was bei den anderen Kolleginnen gerade so los ist. Mich hält mein Ehrenamt als 2. Vorsitzende im Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ e.V.) ganz gut auf Trab. Über das vorletzte Wochenende stand die Abstimmung eines neuen Positionspapiers des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ e.V.) zu den Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige auf dem Programm. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass bei den Soforthilfen für Solo-Selbstständige nachgebessert wird. So wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass Übersetzer und Dolmetscher gut durch diese Krisenzeit kommen und danach wieder ihren jeweiligen Beitrag zur Überwindung von sprachlichen Barrieren leisten können, ob mit schriftlichen Übersetzungen von Unterlagen oder durch das Simultandolmetschen bei einer internationalen Tagung. Ich persönlich freue mich schon sehr darauf, wieder vor Ort zu sein bei einer internationalen Tagung und meine Kunden wieder persönlich zu treffen.

Und auch wenn viele Menschen derzeit im Homeoffice sind: Dolmetschen aus dem Homeoffice ist aufgrund der komplexen technischen Rahmenbedingungen zu den gewohnten Qualitätsstandards nicht möglich. Doch es gibt eine Lösung: Dolmetsch-Hubs, die mit der entsprechenden Dolmetschtechnik ausgestattet sind und von professionellen Konferenztechnikern betreut werden. Genau so gut wie vor Ort. In Stuttgart sind wir in der komfortablen Lage, dass es hier gleich vier dieser Dolmetsch-Hubs gibt. Einer von Neumann&Müller, bei dem ich schon bei der Eröffnung dabei sein durfte, und ich habe auch schon zwei Dolmetscheinsätze dort absolviert. Darüber hinaus noch einer von PCS, den ich diese Woche vor Ort besichtigen konnte, inklusive eines kurzen Dolmetscheinsatzes zu Vorführzwecken. Und auch Brähler und Elakustik haben je einen Dolmetsch-Hub eingerichtet.

Generell sind die Berufsverbände für mich in dieser schwierigen Zeit enorm wichtig. Sie organisieren Webinare, zum Beispiel zum Thema Soforthilfen oder Ferndolmetschen, stärken den Zusammenhalt durch virtuelle Treffen mit Kollegen aus der Region, aus ganz Deutschland oder sogar weltweit, wie zum Beispiel letztes Wochenende bei einem virtuellen AIIC-Treffen.

Auch sonst bin ich von der Kreativität in meinem Umfeld immer wieder überrascht: Solange mein Coworking Space geschlossen war, gab es drei Mal am Tag einen Videocall, damit wir in Kontakt bleiben konnten, jeweils morgens, mittags und abends. Mittlerweile ist das Coworking Space zum Glück wieder geöffnet, und ich kann die meisten Coworker wieder vor Ort treffen.

Auch meine Klavierlehrerin musste den Unterricht von Präsenz- auf Online-Unterricht umstellen und hat ihn kurzerhand über FaceTime abgehalten. Und da ich derzeit viel in Stuttgart bin, komme ich tatsächlich jeden Tag zum Üben. Ich weiß allerdings nicht, ob alle meine Nachbarn davon so begeistert sind… Vor allem, seit ich mich nun an Blues- und Jazz-Stücken versuche, die nach gut eineinhalb Jahren Klavierunterricht durchaus noch eine gewisse Herausforderung für mich darstellen. Leider kann ich meinen Nachbarn auch keine Hoffnung machen, dass ich dieses Jahr noch einen längeren Urlaub machen werde – der geplante Jakobsweg mit den traditionell eher beengten Herbergen wird dieses Jahr wohl ebenfalls Corona zum Opfer fallen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben – nächstes Jahr sieht die Situation sicher schon wieder anders aus.



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